Kinokultur – Der Weg zu vollen Sälen

Was heute aus unserem Leben kaum noch wegzudenken ist und auf einen großen Pool an technologischen Neuerungen und Errungenschaften zurückgreifen kann, begann dennoch einmal sehr klein.

Vorläufer des Kinos

Erste Vorläufer des Kinos waren die sogenannten Cinematographen, die vom den Gebrüdern Lumière nach Amerika gebracht wurde und von dort immer bekannter wurden. So konnte man die erste Vorstellung vor Publikum in Manhattan im Jahre 1894 realisieren. Im Jahre 1985 dann wurde die erste Vorstellung durchgeführt, für die die Besucher auch Eintritt zahlen mussten. Initiatoren dieser Vorstellung waren die Brüder Skladanowsky.

Der kommerzielle Erfolg

Auch in anderen Ländern folgten Kinovorstellungen, die mit der Zeit immer beliebter und dementsprechend gut besucht wurden. Schon bald also begann man mit der kommerziellen Errichtung von Kinos, in denen sich Menschen einfinden konnten, um gemeinsam Filme anzuschauen. Damals waren die Kinos selbstverständlich noch nicht so technisch ausgereift, wie sie es heute sind, dennoch war es etwas vollkommen Neues, Filme vor einem großen Publikum zeigen zu können. In Deutschland errichtete man im Zuge der Elektrifizierung viele prunkvolle und große Kinopaläste, die beinahe schon an große Theater oder Opern erinnerten. Manche dieser Kinos werden auch heute noch bespielt. Das älteste Kino der Welt, das in Deutschland steht und auch heute noch bespielt wird, ist das Kino Neues Gabriel in München, das dort seit 1906 existiert. Schon bald, zu Beginn der 1920er Jahre begann man mit den Bestrebungen, nicht Stummfilme im Kino zeigen zu können, sondern auch solche, bei denen die Schauspieler auch tatsächlich sprechen konnten. So verabschiedete man sich mit diesem Fortschritt schon bald von Zwischentiteln und Stummfilmen und produzierte Filme in Bild und Ton.
Problematisch wurde es für die Kinokultur, als der Fernseher erfunden wurde. In den 1950er Jahren löste diese große Erfindung ein regelrechtes Sterben unter den Kinos aus, die bis dorthin bestens liefen. Bis 1980 hatten sich auch die letzten der schwächeren Kinos dem Fernseher ohne wenn und aber ergeben müssen.

Technische Fortschritte

Wenn man sich unser heutiges Kino ansieht und dabei bemerkt, dass das Kino nun eine Größe darstellt, die geschätzt und vor allem auch genutzt wird, so ist dies auf den technischen Fortschritt zurückzuführen, der in den letzten Jahren zu erleben war. Surroundtechniken, 3D-Filme, immer größere Leinwände und gestochen scharfe Bilder zogen immer mehr Menschen an, die sich einen Film nicht alleine ansehen wollten. Dieser Punkt ist bis heute erhalten geblieben. Das Kino ist eine Stätte der Begegnung für Menschen, die gemeinsame Interessen haben, den gleichen Film sehen möchten und vor allem nicht alleine sein wollen. In immer größeren Kinosälen kann man heute weit über 100 Menschen unterbringen, die dann auf einer entsprechend großen Leinwand einen Film verfolgen können. Da die Filme, die in den Kinos laufen, grundsätzlich zunächst nicht im TV zu sehen oder auch DVD erhältlich sind, sondern einige Wochen lang ausschließlich den Kinos vorbehalten bleiben, ist die Existenz der Kinos im Grunde gesichert. Viele Menschen, die also nicht warten möchten, bis ein Film frei verkäuflich wird, suchen ein Kino auf und machen diesen Markt somit sehr stabil und durchaus auch in einem gewissen Umfang wachstumsfähig.

Foto: icholakov – Fotolia

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