Man mag es kaum glauben, wenn man heute sieht, wie sehr sich Amerika im filmischen Kontext etabliert hat, doch gerade Frankreich ist einer der größten Mitspieler gewesen, wenn es um die Etablierung des Films an sich geht.
Schon in der Zeit, in der man noch Stummfilme betrachtete, kamen die ersten Kinos, die in Europa errichtet wurden aus Frankreich, von wo aus dann die ersten französischen Filme verbreitet wurden. Auch für die unterschiedlichen Stilrichtungen, in die sich der Film an sich entwickelte, war Frankreich mit seiner filmischen Kunst ein entscheidender Faktor. Der Kinofilm selbst wurde auch in Frankreich erfunden. Am 13.Februar 1895 meldeten die Brüder Auguste und Louis Lumière das Patent auf diese Form des Films an und brachten schon kurz darauf den ersten Kinofilm heraus. Schon bald entwickelte sich hieraus eine kommerzielle Form des Kinos, wie man es heute kennt. Besonders bekannte französische Filme, die aus der Nachkriegszeit stammen, sind beispielsweise die „Kinder des Olymp“ oder auch „Die Schöne und das Biest“. Damals waren die französischen Filme aber besonders beeinflusst durch den zweiten Weltkrieg und den Widerstand gegen die deutsche Besatzung.
Im Jahre 1965 erschuf der französische Film eine echte Ikone. Mit Brigitte Bardot trat hier eine Dame auf den Plan, die den französischen Film an sich durch ihre ganz eigene und besondere Art revolutionierte und beliebter machte.
Gerade in Frankreich sind die französischen Filme auch heute noch sehr beliebt. Jährlich betrachten sich etwa 35 bis 45 Prozent aller Franzosen französische Filme in den Kinos. Doch natürlich bleiben auch andere Länder, insbesondere Deutschland, nicht vom Charme der französischen Filme verschont. Die melodische Art, mit der ein französischer Film aufgebaut ist, erschafft immer wieder eine vollkommen neue Welt, in die der Betrachter eintauchen kann. Doch selbstverständlich gibt es auch unter den französischen Filmen. Sozialkritische Streifen, die sich mit den Einwanderern in Frankreich auseinandersetzen oder andere Punkte des sozialen Gefüges in Frankreich aufnehmen und verarbeiten. So ist der französische Film heute nicht mehr nur Gesang und Einklang, sondern kann durchaus auch actionreich und spannend sein. Da allerdings gerade die Sparte der Actionfilme deutlich durch Hollywoodproduktionen beeinflusst wird, sind es dennoch die alten französischen Filme, auf die man auch heute noch besonders großen Wert legt. Nicht nur ältere Menschen, sondern auch jüngere, die sich französische Filme gerne ansehen, wissen um die reichhaltige Vielfalt, die der französische Film an Emotion, Musik und schauspielerischem Können zu bieten hat und möchten auf diese Form des Films im Grunde nie mehr verzichten. So bringt man trotz des Fortschritts, den französische Filme zweifelsohne getan haben, diese Art des Films immer noch mit ganz romantischer Unterhaltung in Verbindung. Gerade Liebesfilme gehören daher zu den bekanntesten und auch beliebtesten Filmen aus Frankreich. Wer seinen Horizont erweitern möchte, wenn es um Filme geht, der sollte sich in jedem Fall einmal französische Filme betrachten, da diese oft sehr anspruchsvoll gestaltet sind und häufig auch eine wirklich Nachricht an den Betrachter zu versenden haben. Emotion, Anspruch und tolle Schauspieler machen den französischen Film also so beliebt und durchaus auch bekannt.
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