Filmgeschichte – Der Werdegang des Films

Unter Filmgeschichte versteht man die Geschichte des Films selbst, der in diesem Kontext als eigenständige Kunstform angesehen wird. Man kann hierbei feststellen, dass die Filmgeschichte schon sehr früh begann, lange bevor man über Kinos, Videokassetten oder gar DVDs nachdachte.

Ursprünge

Man kann die Geschichte des Films bis in das 17. Jahrhundert zurückverfolgen, wo es bereits Vorstellungen gab, die durch eine Laterna magica bewerkstelligt werden konnten. Die Laterna magica war hierbei ein Gerät, das Bilder an eine Wand werfen konnte und so im Grund funktionierte, wie eine Glasplatte. Im Jahre 1862 wurde dann das Lebensrad entwickelt, das zum allerersten Mal die Illusion von bewegten Bildern zeigen konnte. Dies funktionierte durch den Stroboskop-Effekt, bei dem viele einzelne Bilder in besonders kurzen Abständen zueinander gezeigt wurden.
So richtig begann die Filmgeschichte dann mit der Stummfilmzeit im Jahre 1895. Hier wurde die erste öffentliche Vorführung eines Filmes von den Brüdern Skladanowsky durchgeführt, die im Berliner Varieté Wintergarten eine kurze Vorstellung bewegter Bilder über ihr Bioskop zeigten. Da die Technik zu dieser Zeit allerdings noch nicht besonders ausgereift war, waren die ersten Filme, die man sich betrachten konnte, vergleichsweise kurz und dauerten nur wenige Sekunden an. Auch hatten diese Filme nicht die Handlung, wie man sie heute kennt, sondern zeigten eher alltägliche Szenen, die man im Grunde überall fand. Die Grundsteine für das Hollywood, wie man es heute kennt, wurden bereits 1910 gelegt, da sich in dieser Zeit viele Künstler dort niederließen, die sich im Filmbereich einen Namen machen wollten.

Der erste Weltkrieg

Der erste Weltkrieg bedeutete für die Filmwirtschaft nicht überall eine problematische Situation. Besonders in Deutschland konnte man den Markt des Films erst zu dieser Zeit so richtig begehen und gründete die UFA-Studios, die besonders in den 1920er Jahren zu einer echten Größe in der Filmproduktion wurden. Erste Töne in Filmen konnte man im Jahre 1927 in den USA vernehmen. „Der Jazzsänger“ ist hier als der Film anzusehen, der auch andere Filmproduktionsfirmen davon überzeugte, dass Ton für einen Film besonders wichtig ist. Für unterschiedliche Sprachen drehte man viele Filme einfach mehrfach, da die Synchronisation noch nicht möglich war. In den dreißiger Jahren dann waren die klassischen Hollywoodfilme besonders beliebt. Geschichten von sorglosen und glücklichen Menschen waren hier die Themen, die diese Filmepoche besonders zeichneten.

Neue Elemente – Spezialeffekte und Animationen

In den kommenden Jahren entwickelte sich der Film rasant weiter. Die ersten Filme, in denen auch Monster zum Tragen kamen und erste Spezialeffekte angewendet wurden, ließen nicht lange auf sich warten. Durch den immer schneller fortschreitenden technologischen Stand konnte der Film letztlich zu dem werden, was er heute ist. Computeranimierte Zeichentrickfilme und aufwändige Spezialeffekte, die am PC erstellt werden, beeinflussen den Film heute ganz besonders. Dennoch möchten die wenigsten Menschen trotz der hohen Qualität, die Filme heutzutage haben, nicht auf die alten Filme verzichten, denen man noch ansah, dass die Filmgeschichte noch in den Kinderschuhen steckte. Heimatfilme oder auch andere ältere Streifen in Schwarz-Weiß erfreuen sich daher größter Beliebtheit und sind dementsprechend nicht aus der heutigen Filmwelt wegzudenken. So ist die Filmgeschichte noch lange nicht an ihrem Ende, hat heute aber schon einen Stand erreicht, der beinahe alles möglich macht.

Foto: El Comandante – Fotolia.com

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